Die Badegewässerqualität in Europa
-Frankreich: Mittelmeer-

Überblick über die Ergebnisse der Badesaison 1999:
Nach Auswertung der gewässerhygienischen Daten zeigt sich, daß die Badegewässerqualität an der französischen Mittelmeerküste überwiegend gut oder sehr gut war.

Die Meßwerte zeigen, daß die mikrobiellen Belastungen des Wassers meist unter den Grenzwerten der EU lagen, jedoch an vielen Stellen Richtwertüberschreitungen zu verzeichnen waren.Wiederholte Richtwertüberschreitungen allein stellen zwar noch keinen Anlaß zur Besorgnis dar, zeigen jedoch eine Grundbelastung zahlreicher Küstenabschnitte an.

Strände, bei denen häufig, wenn auch geringe Belastungen meßbar waren, wurden bei unserer Endbewertung lediglich mit der Note ""2"" bewertet.^Dies war bei 235 der insgesamt 499 offiziellen Meßstellen an der französischen Mittelmeerküste der Fall. An 248 Meßstellen konnten solche Grundbelastungen nicht festgestellt werden. Diese Strandabschnitte wurden mit dem Prädikat ""1"" ausgezeichnet.

Lediglich 16 Meßstellen wurden mit der Note ""3"" bewertet, da dort Grenzwertüberschreitungen für bestimmte Keime festgestellt wurden. Temporäre Badeverbote wurden von offizieller Seite aufgrund ungenügender Wasserqualität an den Marseiller Stränden Corbières, Catalans und Anse des Sablettes verhängt sowie am Strand ""Les Canébiers"" (Saint Tropez) und Almanarre Nord (Hyères) ausgesprochen.

Belastungsschwerpunkte:
Einen Belastungsschwerpunkt in der zurückliegenden Saison bildete ein Küstenabschnitt vor dem Etang de Pérols. Hier kam es zu mehreren Grenzwertüberschreitungen nach EU-Richtline. Der Etang de Pérols liegt im unmittelbaren Einflußbereich der Stadt Montpellier. Es liegt nahe, daß es hier zu einer Verunreinigung der Küstengewässer mit häuslichen Abwässern gekommen war.

Die Kläranlagen spielen eine zentrale Rolle im Zusammenhang mit der Belastung der Badegewässer. Schwachpunkte sind hier vor allem die Pumpstationen, welche das Abwasser auf ein genügend hohes Niveau pumpen, um das Fließgefälle in Richtung Kläranlage zu erhöhen. In Ufernähe sind diese Stationen besonders häufig. Die Überläufe der Pumpen führen oft direkt ans Meeresufer oder in einen Auffanggraben für Regenwasser, so daß bei einer Fehlfunktion ungeklärtes Wasser in unmittelbare Nähe des Badestrandes gerät.

Eine weitere wichtige Belastungsquelle sind die Flußeinläufe. Oft verfügen kleinere Dörfer am Oberlauf dieser Flüsse über keine oder nur ungenügende Anschlüsse an Kläranlagen. Dies führt insbesondere bei starker Wasserführung nach Niederschlägen zu einer erhöhten Belastung der in der Nähe der Flußmündung liegenden Strände.

zurück zur Badegewässer-Übersicht

 

 

Home | Flüge | LastMinute- und Pauschalreisen | exklusive Hifi-Möbel | Kontakt


© sellpage.de, 1998-2010
letzte Aktualisierung: 02.01.2005
[E-Mail] [Impressum]