Die Badegewässerqualität in Europa
-Italien: Toskana-

Überblick über die Ergebnisse der Badesaison 1999:
Wie in den zurückliegenden Jahren war die Wasserqualität an der toskanischen Küste an den weitaus meisten Stränden auch in der zurückliegenden Saison über die gesamte Saison gut oder sehr gut.

Von den insgesamt 372 offiziellen Meßpunkten erhielten 42 bei der Jahresendbewertung die Note ""2"", fünf Meßstellen wurden mit ""3"" bewertet.Allen anderen Stränden konnte eine Wasserqualität der Klasse ""1"" attestiert werden.Keinem einzigen Strand mußte die Note ""4"" gegeben werden.

Die wenigen Ausnahmen zur sehr guten Wasserqualität bildeten, wie im Vorjahr, die Bereiche vor größeren Städten und Hafenanlagen sowie Strände im unmittelbaren Umfeld zu Flußmündungen.

Aufgrund der guten hygienischen Situation mußten in den Provinzen Massa-Carrara, Pisa, Lucca und Grosseto während der Saison '99 keine temporären Badeverbote aufgrund EU-Richt- oder Grenzwertüberschreitungen für Gewässerhygiene ausgesprochen werden.

Aus Sichheitsgründen bestehen jedoch auch hier an einigen Flußmündungen vorsorgliche permanente Badeverbote. Wiederholte Überschreitungen der strengen italienischen Grenzwerte für Hygienparameter wurden in der zurückliegenden Saison nur in der Provinz Livorno nachgewiesen. Deshalb wurden hier an einigen Badestellen im Stadtbereich von Livorno sowie in Rosignano, Cecina und in San Vincenzo temporäre Badeverbote verhängt. Die Grenwerte der EU wurden an diesen Küstenabschnitten jedoch mit Ausnahme von zwei Stränden in San Vincenzo nicht überschritten.

Belastungsschwerpunkte:
Die hygienischen Belastungen der küstennahen Gewässer in der Toskana lassen sich in zwei Gruppen einteilen: Zum einen kommt es vor den Mündungen der großen Flüsse immer wieder zu Überschreitungen der Normen für Gewässerhygiene.

Die Behörden begegnen diesem Umstand mit dem Verhängen von vorsorglichen permanenten Badeverboten in den Mündungsbereichen. Zum anderen handelt es sich um lokale, meist kleinräumige und temporäre Belastungen in den küstennahen Räumen, die an der gesamten toskanischen Küste punktuell auftreten. Sie werden durch Einleitungen kleinerer Ansiedlungen sowie durch Störungen oder Überlastungsmomente in den Kläranlagen hervorgerufen, da gerade in der touristischen Hauptsaison die Kapazitäten einiger Kläranlagen nicht ausreichen. Gewöhnlich liegen diese Belastungen jedoch unterhalb der Grenzwerte der EU und wirken sich dementsprechend nur wenig auf die Bewertung der Wasserqualität aus.

 

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letzte Aktualisierung: 02.01.2005
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